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Category: Angeln
Posted by: Norbert
Die letzten Tage habe ich an einer weiteren "Sorte" Karpfen gearbeitet.
Den Blubberkarpfen. Diejenigen die etwas tiefer stehen, also über 2m und die man ansonsten nicht sieht. Ausser durch die Blasenspur beim Gründeln.
Ich hatte aber bisher keinen Erfolg.
Heute war ich abends wieder unterwegs, die Karpfen in den Flachzonen waren aber alle schnell am cruisen und sind alle sofort immer zu meiner Schnur geschwommen, daran entlang zu mir und den Rest spar ich mir.
Dann habe ich zwischen dem Schilfgürtel und einer Binseninsel einen Blubberer entdeckt. Da ich die 8er hatte habe ich es gewagt ihn anzuwerfen, trotz der Hindernisse. Erster Wurf, schräg an den Blasen vorbei und etwas rangezogen, so dass die Fliege in sein Sichtfeld sinken sollte.
Leider zog er in dem Moment etwas weiter und blubberte 40cm daneben.
Also vorsichtig aufnehmen, neuer Wurf, wieder schräg an ihm vorbei und Fliege reinziehen und fallen lassen.
Blubber blubber....blubber...blubber. hmmm. Blubbert nicht mehr. Ist er weg? Vorsichtshalber nen Stripstrike gesetzt und...ab ging die Luzi
Er hatte sie genommen!
Nun musste ich ihn halten. Zuerstmal ist er durch die Binsen gebrettert. Kein Problem, die hats einfach ausgerissen. Dann ging er aufs Schilf los. Ich hab ihn sich überschlagen lassen und dann gehalten. Immer 20cm vorm Schilf habe ich die Vollbremse gezogen. Die TCX hat sich ordentlich verneigt, aber die hat enorme Stopping Power. Der Fisch hatte keinerlei Chance ins Schilf zu gelangen, hab ihm keinen Meter Schnur gegeben. Musste mit den Flossen natürlich ordentlich gegenhalten, der hat mich ganz schön geschleppt.
Nach ungefähr 2 Minuten konnte ich ihn im ersten Versuch "keschern"...naja ich hab ihn "rausgeschöpft".



Das ist kein kleiner Fisch, bin beeindruckt von der Power der 8er.
Das einzige was mich fast im Stich gelassen hätte ist der Owner Karpfenhaken:


Nur damit man sieht wie stark die Rute tatsächlich ist...da kann man nicht von UL sprechen
Ja ich weiss, ich brauch nen anderen Kescher...
Aber ich weiss nun wie man Blubberer fängt :)

Category: Angeln
Posted by: Norbert
Schwere Muster für das Fischen auf gründelnde Karpfen

26/07: Nachgelegt

Category: Angeln
Posted by: Norbert
Gestern abend war ich nochmal auf Karpfen, gleiche Stelle. Diesmal habe ich aber die Klasse 8 Rute verwendet, um noch mehr Druck aufbauen zu können im Drill.
Ausserdem habe ich Wooly Bugger gefischt statt Carp Worm.
Es war mühsam einen BIss zu bekommen, die 8er Schnur scheucht noch deutlich mehr und es ist ja mit der 5er schon schwer.
Hat aber dann doch geklappt und einer hat genommen. Gleiches Spiel wie gestern: er ist abgedüst ins offene Wasser. Allerdings nicht weit, konnte ihn quasi fast sofort stoppen und halten.
Es ging dann noch ne Weile bis er oben bleiben wollte und sich ranziehen hat lassen, aber letztendlich konnte ich ihn landen:

Er liegt hier in Wasser, nicht trocken übrigens. Zwei Aussteiger hatte ich dann noch.
Neue Erkenntnis: Karpfenhaken oder eben gebogene Haken sind besser auf Karpfen als Streamerhaken. Werde keine Streamerhaken mehr verwenden.
Insbesondere da ich ja ohne Widerhaken fische. Da halten due krummen einfach besser. Haken auch besser.
Category: Angeln
Posted by: Norbert
Heute habe ich nur einen einzigen Fisch angeworfen und das kam so:
gestern abend habe ich noch unbeschwerte Carpworms und Wooly Bugger gebunden. Heute nach der Arbeit bin ich wieder an das Gewässer an dem ich vorgestern so erfolgreich war.
Die gleiche Stelle sollte es wieder sein. Diesmal konnte ich noch weniger weit mit dem Auto fahren, wegen Hochwasser. Also musste ich das Belly und die Ausrüstung ca. 400m durch knapp knietiefes Wasser tragen. Ich war schon schweissgebadet als ich ankam, bei 27 Grad in der Wathose. Dann rein und nochmal 400m mit dem Belly paddeln. Aber die Belohnung war ja gewiss, also macht man das.
Angekommen: keine Fische. Nicht ein einziger. WTF? Auf der angrenzenden überschwemmten Wiese auch nix, also nochmal 600m gepaddelt an einen anderen "sicheren" Platz. Ihr ahnt es schon: nix!
200m zurück zum Ufer, Belly zum Auto tragen. Unterwegs überschlagen sich die Gedanken. "Wenn das Wasser so hoch ist, dann müsste jetzt das andere Ufer auch vollgelaufen sein. Vielleicht weiden sie da?" Dem Gedanken folgt die Tat. Ich fahr rüber und tatsächlich: alles bauchtief vollgelaufen. Und hier ist Platz zum Werfen und Drillen.
Nach 100m waten sehe ich rechterhand drei schöne Karfpen. Linkerhand nen Monsterkarpfen. Ich überleg kurz...5er Rute, 20er Tippet. Scheiss drauf. Ich werf den großen an, er zuckt kurz, schwimmt nen halben Meter, Maul auf, Fliege ist weggesaugt. Strike! Sitzt und ab geht die Post. Direkt an meinen Füßen vorbei, die Flugschnur reisst Wassertropfen aus dem Wasser und saust hinterher. Ich auch. Scheisse war der groß.
Der Karpfen zieht in den See hinaus und ich hab alle Zeit zum Drillen. Die Bremse surrt und surrt. Flugschnur ist raus, der Runningline Teil ist auch raus. Das Backing saust von der Rolle. ZZZZZzzzzzzzzzzz.
Gut dass ich 100m davon drauf hab. Aber mehr als 20 brauch ich gar nicht, der erste Run ist vorbei. Nun beginnt das mühsahme Ringen um die Schnur. Nach ner Weile habe ich ihn bis zum Vorfach rangedrillt, aber jedesmal wenn ich ihn Richtung Kescher ziehe zischt er wieder ein paar Meter weg. Irgendwann kann ich nicht mehr, er aber offenbar auch nicht. Er flieht nicht mehr, aber er passt nicht in die Öffnung vom Watkescher. Da ich ja eh am Ufer stehe strande ich ihn kurzerhand auf ner Grasinsel, mach nen schnellen Schritt hin und nehme ihn auf die Arme und lege ihn ins Gras. Scheisse ist der groß!

Nach den Fotos bin ich heimgefahren, ich konnte nicht mehr. Obwohl noch genug Fische am Platz waren. Es reichte.
Freunde...das war der Hammer. Mir stehen 2 Liter Schweiss in der Hose und mein Arm ist immer noch taub.
Das ist nicht mehr zu toppen, ausser vielleicht mit nem Wels an der Fliege. Aber DAS will ich nicht erleben denke ich.
Achja eins noch: Scheiss auf schlappe Hechte :) :)
Category: Angeln
Posted by: Norbert
Jo, Karpfen auf Fliege ist nicht so einfach ;) Aber ich habs heute wieder probiert.
Gefischt habe ich natürlich zuerst wieder meinen Carpworm. Und wie meistens habe ich nur cruisende Karpfen gefunden, keine gründelnden. Dementsprechend konnte ich nur einen Barsch und eine Rotfeder fangen. Ich wollte aber die Karpfen!
Das Internet sagt cruisende Karpfen kann man nicht fangen. Ich glaube meistens nix, also habe ich ja vor ein paar Tagen ein paar große Peter Ross Nassfliegen gebunden:

Nun habe ich eine angeknüpft. In die Bahn geworfen, diesmal auch 5m voraus, damit sie nicht wieder zur Schnur schwimmen statt zur Fliege und einfach gewartet.
Die Karpfen kommen näher und näher, ich denke sie schwimmen wieder vorbei, als sich meine Schnur strafft! Stripstrike und sitzt! Ich seh einen der großen in der Gruppe Fahrt aufnehmen und muss auch schon Schnur geben. Er zieht ins Freiwasser, und ich freu mich schon. Leider findet er wieder 2 Schilfhalme nach 2 Minuten, die überall sind und schafft es wieder meine Fliege da dran zu drapieren. Kein Abriss, aber auch kein Fisch in der Hand.
Der Platz war erst mal kaputt, also eine geraucht und kurz gewartet. Sollte bald wieder Ruhe einkehren, der Drill war ja 30m entfernt im Freiwasser. Und so war es auch, die Fische tauchten wieder auf.
Nächster Versucht, diesmal ist ein kleinerer Bursche keine 10m von mir entfernt. Ich setze ihm die Fliege vorsichtig vor, er schwimmt gaanz langsam hin und schwupp, weg ist die Fliege. Stripstrike sitzt. Diesmal gebe ich einfach keinen cm Schnur, der Karpfen ist auch nur gut nen halben Meter lang. Keinen Meter kriegt er. Die Rute macht sauber ihre Arbeit und ich kann den Karpfen am Belly abhaken, nachdem ich ihn bewundert habe. Ein herrlicher goldener Schuppenkarpfen mit schmaler Statur (kein Wasserschwein).
Nun war der Platz ruiniert und ich hab in ner Bucht zu Fuß weitergefischt.
Dort warten die Rotfedern meist schneller:

Die ziehen echt mit den Karpfen und wenn ein Karpfen was sichtet versuchen sie schneller zu sein. Biester :) Selbst ganz kleine machen das, da könnte man sich echt ärgern, wenn so ein fingerlanger Fisch den ersehnten Karpfenbiss versaut.
Aber diesmal war alles kein Problem, es zogen immer wieder Fische in die Bucht und auch wieder raus. Dann hatte ich jeweils einen Versuch. Und tatsächlich war einmal noch ein Karpfen schneller und hat die Fliege genommen.
Auch der bekam keinen Meter Schnur und nach kurzer Zeit konnte ich ihn keschern.
Da ich keine Abhakmatte hab wollte ich den auch gleich freilassen, aber das Belly mit dem weichen Sitz stand neben mir....also habe ich doch schnell ein Foto gemacht:

Die widerhakenlose Peter Ross war schön in der Unterlippe.
Was soll ich sagen...ich mag es wenn ein Plan funktioniert!
Die Fliege ist aber auch noch nicht optimal. Sehr oft haben sie verweigert, nachdem ich sicher war sie nehmen. Irgendwas passt noch nicht ganz. Werde mal noch andere Muster binden.

21/07: Update

Category: Angeln
Posted by: Norbert
Es wird Zeit, dass ich wieder etwas schreibe. Man könnte denken ich wäre gar nicht fischen gewesen, weit gefehlt!
Im Gegenteil, ich war sehr viel und sehr sehr erfolgreich fischen. Das Fliegengeangel ist weitaus erfolgreicher, als ich mir das erträumt habe. Es dauert recht lange, bis man es einigermaßen raushat, aber dann geht das echt ab.
An der Karpfen- und Stillwasserfront hat sich einiges getan, vor Allem jetzt während des Hochwassers. Die Fische standen alle auf der Wiese und haben fleissig Nahrung gesucht. Traumhafte Bedingungen. Da war quasi jeder Wurf ein Treffer. Entweder Rotfeder oder Karpfen, jeder Wurf. Karpfendrills waren natürlich schwierig durch das Geäst und das Gras, aber ich habe keinen abgerissen, trotzdem viele verloren. Aber auch einige gelandet.
Forellentechnisch hat sich auch etwas getan, ich war eine Woche mit dem Wohnwagen in den Vogesen und konnte einige schöne Forellen streamern. Ganz ehrlich: Karpfen und Weissfische machen mehr Spaß zu befischen, also ich brauch keine Forellen zum Fliegenfischen.
Nasen, Barben und Konsorten: der Nasenfluß ist wieder aktiv. Die Fische sind wieder in gewohnter Zahl an den gewohnten Plätzen. Ich hab nun auch raus welche Fliegen man braucht und wie man die Burschen erwischt. Konnte einige schöne Nasen landen. Gestern hatte ich noch irgendein Riesenvieh (Barbe vermutlich) auf eine Karpfenfliege gehakt. Die zog erstmal 50m stromauf, bis ins Backing, ohne dass ich etwas machen konnte. Trotz dickem Vorfach. Keine Chance. Dann ging der Haken raus :) Das war der Hammer.
Auch mein Heimgewässer entwickelt sich gut, konnte einige kleine Döbel fangen und haben schöne Bachforellen 50+ gesehen. Auch schöne Döbel. Allerdings gebissen haben sie nicht. Ich vermute in der Größe gehen sie nur auf Streamer. Sobald das Hochwasser weg ist, wird das probiert.